Das Team von UVSD SchmerzLOS e. V.


Wir beschäftigen keine bezahlten Arbeitskräfte; alle Tätigkeiten werden ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet. Dabei arbeiten wir unabhängig und transparent und verzichten auf jegliche Zusammenarbeit mit kommerziellen Unternehmen, um Interessenkonflikte und Glaubwürdigkeitsverluste von vornherein zu vermeiden.


Vorstand

1. Vorsitzende


Heike Norda

Telefon:  0451 - 5854 4625

E-Mail: norda@schmerzlos-ev.de

Kurzporträt von Heike Norda... Details
Heike Norda
geboren 1961
Lehrerin an einer Grund- und Gemeinschaftsschule in Neumünster

Meine Hobbies sind lesen, reisen, kochen, Musik hören und machen, mich mit netten Menschen treffen, fotografieren, schreiben und vieles mehr.

Am Landessozialgericht Schleswig-Holstein bin ich ehrenamtliche Richterin und habe mich besonders in die Problematik der Schwerbehinderung für Schmerzpatienten beschäftigt.

Seit 1986 habe ich Schmerzen, die mit CRPS Typ 2 diagnostiziert wurden. Seit 2012 habe ich einen implantierten Neurostimulator, der mir das Leben mit den Schmerzen erleichtert. Für mich war entscheidend, dass ich in mehreren Schmerzklinik-Aufenthalten gelernt habe, meine Schmerzen zu akzeptieren; dadurch ist viel Kraft frei geworden, die ich nun in die Selbsthilfe und die Arbeit im Verein stecke. In der Schmerzklinik habe ich „zufällig“ erstmals eine Selbsthilfegruppe besucht und nach meiner Rückkehr 2004 in Neumünster selbst eine gegründet. Dort habe ich so wertvolle Menschen kennengelernt, die mein Leben enorm bereichert haben. Gemeinsam haben wir gelernt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und gegenseitiges Lernen, wie wir mit dem Schmerz umzugehen, sind. 2011 gründeten Hartmut Wahl und ich den Verein UVSD SchmerzLOS e. V. Wir wollten unabhängig von industrieller Unterstützung und so transparent wie möglich arbeiten.

Meine Aufgaben im Verein sind vielfältig: Telefonservice, Redaktion AKTUELL, politische Arbeit, Arbeitskreis Patienteninformation Dt. Schmerzgesellschaft, Arbeitskreis Patienteninformation DGPSF, Leitung SHG Neumünster 1, allgemeine Vorstandsarbeit, Koordination von SHG-Gründungen im Bundesgebiet, Patientenvertreterin bei div. medizinische Leitlinien, Organisation der Workshops, allgemeine Unterstützung von GruppenbegleiterInnen, Repräsentanz bei div. Veranstaltungen, z. B. Parlamentarische Veranstaltungen, Vorträge zu verschiedenen Gelegenheiten, Pressearbeit des Vereins, Gründung von SHG.

Ich möchte für ratsuchende Menschen immer ein offenes Ohr haben und die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, wenn man zusammen etwas bewegt. Eine gute Erfahrung ist es auch, dass wir so gut mit der Deutschen Schmerzgesellschaft zusammenarbeiten und auch daraus immer wieder neue Ideen entstehen.

Bei allen, die sich im Verein engagieren, bedanke ich mich ganz herzlich. Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit mit Euch! Lasst uns gemeinsam zum Wohl der Schmerzpatienten in Europa etwas bewegen!

Eure Heike Norda


Stellvertretender Vorsitzender

Hartmut Wahl

Telefon:  0151 - 2917 1402

E-Mail: wahl@schmerzlos-ev.de

Kurzporträt von Hartmut Wahl ... Details
Hartmut Wahl
geboren 1942
Industriekaufmann, Heilerziehungspfleger
ehem.: selbständiger Unternehmer im Bereich Medizintechnik
seit 2004 im (Un)Ruhestand

Als Schmerzpatient habe ich seit 2001 die Unzulänglichkeiten in der medizinischen Versorgung der Schmerzpatienten am eigenen Leib erfahren müssen. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich im Rahmen eines Klinikaufenthaltes gelernt habe, dass ich nicht passiv auf die Hilfe von Ärzten und Therapeuten warten darf, sondern dass ich selbst aktiv werden muss, wenn sich meine Situation nachhaltig verbessern soll. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass ich 2006 die erste Selbsthilfegruppe für Schmerzpatienten in Lübeck gründete. Es folgten weitere Gruppen und im Jahre 2011 habe ich zusammen mit Heike Norda und sieben weiteren Schmerzpatienten den Verein »SchmerzLOS e.V.« gegründet.

Neben meiner Arbeit für den Verein SchmerzLOS e.V. war ich seit 2008 als ehrenamtlicher Beauftragter bei der Deutschen Herzstiftung tätig. Diese Tätigkeit musste ich 2016 wegen meiner Hörschädigung und späteren Ertaubung aufgeben. Inzwischen höre ich nach zwei Cochlea-Implantationen aber wieder ausgezeichnet.

Mein Aufgabengebiet im Vorstand von UVSD SchmerzLOS e.V. umfasst neben der allgemeinen Geschäftsstellenarbeit die Finanzverwaltung, Gestaltung der Vereinszeitschrift »SchmerzLOS AKTUELL« und der Vereins-Website. Für unsere Gruppenbegleiter*Innen bin ich Ansprechpartner bei Fragen zu Förderanträgen und der Erstellung von Gruppen-Drucksachen.

Mein ehrenamtliches Engagement ist mir eine Herzensangelegenheit, und es erfüllt mich mit Freude und Genugtuung, wenn ich damit manchen meiner Mitmenschen helfen kann. Engagement bedeutet für mich, dass ich meine eigenen Interessen zurückstelle und so einen besseren Blick für die Menschen in meiner Umgebung bekomme.



Vorstandsmitglied

Dr. med. Nicolas Jakobs

E-Mail: drjakobs@schmerzlos-ev.de 

Kurzporträt von Dr. med. Nicolas Jakobs... Details
Dr. Nicolas Jakobs
geboren: 1970, verheiratet, einen erwachsenen Sohn
Arzt für Anästhesie
Schmerztherapie, Rettungsmedizin, Intensivmedizin
Leitender Arzt des Interdisziplinären Schmerzzentrums des Diakovere Friederikenstift in Hannover.

Während meines Zivildienstes als Pfleger auf einer internistischen Station eines Krankenhauses Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre habe ich ein Interesse an der Schmerztherapie entwickelt und während der folgenden Jahre in meiner Tätigkeit als Extrawache im Krankenhaus und im Studium weiter ausgebaut. Zu dieser Zeit war der Umgang mit Opioiden selbst bei sterbenden Menschen noch sehr zurückhaltend, Schmerztherapie im Krankenhaus generell allenfalls rudimentär vorhanden, was ich bereits damals als unhaltbar empfand.

Nachdem ich meine Facharztausbildung abgeschlossen hatte, habe ich zusammen mit einem tollen Team aus Pain Nurses den Akutschmerzdienst im Friederikenstift in Hannover aufgebaut, so dass seit über 10 Jahren die Patienten eine standardisierte leitliniengerechte postoperative Schmerztherapie erhalten und bei Bedarf von unserem Akutschmerzdienst mit betreut werden.

Seit Anfang 2015 werden auf der Interdisziplinären Schmerzstation unter meiner Leitung von einem interdisziplinären Team chronische Schmerzpatienten im Rahmen einer Interdisziplinären Multimodalen Schmerztherapie behandelt. Dort wurde auch eine (leider nur für Versicherte der Berufsgenossenschaften) ambulante Schmerzsprechstunde etabliert.

Mein Kontakt zu SchmerzLOS e.V. erfolgte, nach dem SchmerzLOS als korrespondierendes Mitglied in die Deutsche Schmerzgesellschaft eingetreten war, da ich bei den rein ärztlichen Gremien die Beteiligung der Patienten bisher oft vermisste.

Meine Aufgaben bei SchmerzLOS sehe somit ich als Bindeglied zwischen Patienten und Therapeuten. Ich versuche, neben allgemeiner Beratung des Vorstandes in medizinischen Fragen, in die Idee der Interdisziplinarität, welche in der modernen Schmerzmedizin einen wichtigen Stellenwert hat, auch die Patientenseite mit einzubeziehen, was leider in der medizinischen Welt noch nicht allzu verbreitet ist.
Außerdem sehe ich, dass ein besseres Leben mit Schmerzen nicht ohne eigene Aktivität auf Seiten der Betroffenen zu erreichen ist, somit ist Selbsthilfe also ein wichtiger Baustein, alleiniges Hoffen auf „Hilfe vom Arzt“ ist häufig zum Scheitern verurteilt.
In diesem Sinne: Munter bleiben!


Bes. Vertreter des Vorstandes gem. § 30 BGB

Stephanie Breiteneicher

E-Mail: breiteneicher@schmerzlos-ev.de   

Kurzporträt von Stephanie Breiteneicher... Details
Stephanie Breiteneicher
geb. 1981, getrennt lebend, 2-fache Sternenmama
Hobbys: lesen, meinen Aktions-und Bewegungsbereich jeden Tag etwas mehr zu erweitern
Ich glaube an das Gute im Menschen, an die Kraft der Natur und an die Sinnhaftigkeit des Lebens.
Berentete Mediengestalterin und CRPS-Betroffene

Seit 2012 bin ich CRPS-Betroffene (komplexes regionales Schmerzsyndrom / Morbus Sudeck).
Wie leider bei vielen anderen, wurde die Krankheit erst nach 2 Jahren erkannt, nachdem ich eine wahre Ärzteodyssee hinter mir hatte. Nach fast 4 Jahren traf ich die erste andere CRPS-Patientin. Der Austausch mit ihr tat mir so gut, da sie mir Dinge erklären konnte, die wo nirgendwo stehen (z. B. dass die Sonnenstrahlen die Schmerzen erheblich verstärken können). Auf Grund der hilfreichen Gespräche machte ich mich auf die Suche nach einer Selbsthilfegruppe in Bayern. Leider gab es damals noch keine Gruppe.
Erst 2 Jahre später entstand die erste in Mühldorf. Zu meinem ersten Treffen führ ich völlig verängstig, zu einem, da ich selber noch nie in einer Selbsthilfegruppe war und nicht wusste, was mich dort erwartet und zum anderen hatte ich Angst, auf Unverständnis zu stoßen und dass mir nicht geglaubt werden würde. Doch meine Ängste waren absolut unnötig. Ich trat in einen Raum mit vollkommen fremden Menschen und nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl der Zugehörigkeit, denn unsere Schmerzen und die damit verbundenen Sorgen und Ängsten vereinten uns.
Tatsächlich war dies mein einziges Treffen, als „normales“ Mitglied, denn die Gruppenbegleiterin musste die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Was ich mich vorher nicht getraut habe, war ich jetzt bereit zu übernehmen, da mir die Zugehörigkeit und Sinnhaftigkeit der Gruppe bewusst war. Nachdem ich keine Ahnung hatte, was es eigentlich heißt, eine Gruppe zu begleiten, welche Aufgaben und Herausforderungen mir da begegnen würden, schloss ich mich SchmerzLOS e. V. an. Ich erhielt, neben dem jährlichen Workshop für Gruppenbegleiter und den regelmäßigen Telefonkonferenzen, die nötige Unterstützung, die ich benötigte.
Zeitgleich gründete ich mit weiteren CRPS-Mitbetroffenen einen Verein für CRPS-Betroffene. Beflügelt durch die Selbsthilfegruppe wollten wir mehr erreichen um die Erkrankung CRPS besser bekannt zu machen. Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass es sehr viel Arbeit ist, einen Verein aufzubauen und zu führen und dies meine Grenzen der Belastbarkeit überschreitet und man als kleine Gruppierung nur sehr schwer wirklich etwas erreichen kann.
Daher entschloss ich mich, mich ab diesem Jahr mehr bei SchmerzLOS einzubringen und somit den Verein zu unterstützen, denn nur wenn wir viele kleine Dinge erledigen, können wir viel erreichen.

Mir ist die Arbeit in der SHG und im Verein deswegen so wichtig geworden, nicht nur weil ich mich mit anderen austauschen kann sondern durch mein aktives Einbringen verleihe ich meinem eigenen Leid etwas Sinnhaftes.


Ulrich Klee

E-Mail: klee@schmerzlos-ev.de

Kurzporträt von Ulrich Klee... Details
Ulrich Klee
Geboren 1956, verheiratet seit 1980, keine Kinder (dafür viele Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen sowie viele Patenkinder). Beruflich bin ich selbständiger Anlageberater.

Chronischer Schmerzpatient bin ich seit Anfang 2009 aufgrund eines schweren Autounfalls, bei dem ich mir einige Wirbel gebrochen hatte. 2018 wurde bei mir nach einer langen Odyssee zwischen vielen Ärzten und Therapeuten eine schwere Form der Fibromyalgie diagnostiziert. Zwischenzeitlich konnten meine einschränkenden Krankheitssymptome erfolgreich therapiert werden. Trotz meiner Erkrankungen bin ich ein sehr positiv eingestellter Mensch.
Zu SchmerzLOS bin ich Anfang 2016 gestoßen. Aufgrund eines kleinen Artikels bin ich zu der Kölner Selbsthilfegruppe von SchmerzLOS gekommen, die ich seit Herbst 2016 betreue. Nach einigen Gesprächen mit dem Vorstand des SchmerzLOS e.V. habe ich im Frühjahr 2016 die Aufgabe eines bes. Vertreters des Vorstandes gem. § 30 BGB übernommen. Leider musste ich aufgrund der wieder auftretenden Krankheitssymptome meine Vereinstätigkeit vorübergehend ruhen lassen.
Seit dem Frühjahr 2020 bin ich gesundheitlich wieder hergestellt und konnte dem Vorstand meine aktive Mitarbeit wieder zusagen. Zunächst übernehme ich die Organisation unserer regelmäßigen Telefonkonferenzen. Des Weiteren kümmere ich mich um die Betreuung der SHG -Begleiter/innen. Weitere Aufgaben sind geplant, und ich werde sie gerne nach besten Kräften ausführen.
„Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“
Dieser Spruch ist nicht nur für meine selbständige Tätigkeit als Investmentberater von großer Bedeutung, sondern sicherlich auch für das „Auf und Ab“ in der Gruppe, aber ebenso für eine engagierte Vereinstätigkeit.
Gerne möchte ich mein Wissen, Können und meine Erfahrungen, die ich mir u. a, berufs- aber auch krankheitsbedingt angeeignet habe (z. B. Vorträge halten, neue SHG gründen, etc.) verstärkt in den Verein einbringen.



Prof. Dr. Britta Lambers

E-Mail: drlambers@schmerzlos-ev.de 

Kurzporträt von Prof.Dr. Britta Lambers... Details
Britta Lambers, geb. 1977, INFJ

Berufe: Dipl.-Ing. Biotech., HP Psychotherapie, Systemischer Coach

Derzeitige Tätigkeit: Prof. für Gesundheitsversorgung, Hochschule Fresenius Köln, Geschäftsführung ARCUS Raumsysteme GmbH, Witten

Hobbies: Lesen, Moderner Tanz, Philosophie, Menschen begegnen, Wissenschaft, Djembe´

Meine Beschäftigung und Begeisterung für den Verband UVSD SchmerzLOS e.V. und seinen Menschen begann mit einem (folgenschweren) Tag im Oktober 2014, an dem ich schon etwas erschöpft über die Ausstellung des Kongresses der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. in Hamburg schlenderte. Ein freundlicher Herr unterbrach meine geistige Müdigkeit mit dem Angebot einer belebenden Tasse Kaffee und einem guten Gespräch – Hartmut Wahl. Selbst aufgrund multipler Bandscheibenvorfälle betroffen, gefiel mir der Gedanke an ein gemeinschaftliches Engagement. Danke lieber Hartmut! Die weitere Geschichte ist schnell erzählt. Mit dem Jahr 2015 wurde ich ordentliches Mitglied des Verbands. Dank an den Vorstand seither für das stete „Tür öffnen“ und die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung. Sehr gern engagiere ich mich mit folgenden Aktivitäten für den Verband: Europäische Vernetzung (Pain Alliance Europe, SIP – Societal Impact of Pain), Beteiligung am jährlichen Nationalen Schmerzforum veranstaltet von der Deutschen Schmerzgesellschaft, Mitglied der Deutschen Schmerzgesellschaft und des Arbeitskreises Patienteninformation, Standdienst und Netzwerken auf der jährlichen Tagung der Deutschen Schmerzgesellschaft, Berichterstattungen für die SchmerzLOS AKTUELL, Vorträge, kleinere Unterstützungen „hier und da“. Ich freue mich sehr, vor 2 Jahren gemeinsam mit führenden Institutionen der Versorgung des chronischen Schmerzes und gleichzeitig geschätzten und lieben Kollegen ein wissenschaftliches Projekt ins Leben gerufen zu haben – SIC (Social Impact of Chronic Pain). UVSD SchmerzLOS ist als Kooperationspartner integraler Bestandteil dieses Projekts, in dem wir uns gemeinsam der Erforschung der Sozialen Einflüsse auf die Entstehung und Entwicklung des chronischen Schmerzes widmen. Eines kann ich aber jetzt schon ganz ohne große Forschung resümieren – soziales Miteinander hilft heilen!


Dr. med. Harald Lucius

E-Mail: drlucius@schmerzlos-ev.de

Kurzporträt von Dr. med. Harald Lucius... Details
Dr. med. Harald Lucius
geboren 1956, verheiratet, 4 Kinder
Arzt für Neurologie und Psychiatrie
Spezielle Schmerztherapie, Chirotherapie, Akupunktur
Meditationslehrer (MBSR/MBCT)
Saxofonist und Reisender, praktizierender Buddhist

Seit 1987 beschäftige ich mich mit dem Thema chronischer Schmerz und der Frage, was wir tun können, um chronisch Schmerzkranken dabei zu helfen, trotz ihrer Beschwerden ein gutes Leben zu führen.

Seit 1999 leite ich hauptamtlich eine Schmerzambulanz in einer Klinik, in der wir neben ambulanter auch eine multimodale Schmerztherapie anbieten und psychosomatische schmerzbezogene Verfahren einsetzen – in stationären Settings.

Ich bin ehrenamtlich mit Unterbrechungen seit 1988 in der Patienten(selbst)hilfe tätig, zunächst 15 Jahre in der Deutschen Schmerzhilfe e.V. und in der Hospizbewegung.

Seit mehreren Jahren unterstütze ich nun die Arbeit von UVSD SchmerzLOS e.V. auf unterschiedliche Weise.

Aufgrund meiner beruflichen Inanspruchnahme habe ich noch nicht so viel Zeit für diese wichtige Tätigkeit, wie ich mir wünsche, möchte mich aber, wenn ich in 2 Jahren im Ruhestand bin, mehr einbringen.

Meine Angebote für den Verein umfassen Moderatorentätigkeiten, Vorträge und Workshops zum Thema Achtsamkeit in der Schmerztherapie, zudem Unterstützung des Vorstands in wichtigen Prozessen und allgemeine schmerztherapeutische Beratungen auf Wunsch.

Ich möchte unseren Verein später gern auch in der Öffentlichkeitsarbeit mehr unterstützen.

Meine Vision ist, ein gutes Leben trotz Schmerzen zu führen – in jedem Augenblick.

Das gilt nicht zuletzt für mich selbst, denn „wir können nicht viel für andere tun, solange wir selbst verletzt sind oder leiden“ (S.H. der 16. Gyalwa Karmapa)




Dietrich Meer

E-Mail: Di-meer@t-online.de 

Kurzporträt von Dietrich Meer... Details
Dietrich Meer
Jahrgang 1961, verheiratet, 2 Kinder im Alter von 19 und 22 Jahren.
Intensiv- und Anästhesie-Fachpfleger, Pflegedienstleiter, Pain Nurse und Pain Nurse plus. Bereichsleiter/Heimleiter von zwei stationären Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 180 Plätzen
Nach der Handelsschule begann ich eine Ausbildung als KFZ-Mechaniker, die ich nach drei Jahren erfolgreich abschloss. Ziel war ein Maschinenbaustudium. Doch ein schwerer Sportunfall machte mir einen Strich durch die Rechnung. In diesem Zusammenhang hatte ich meine ersten intensiven Kontakte mit dem Krankenhaus. Dass diese Kontakte so nachhaltig mein Leben und meine berufliche Laufbahn ändern, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.
Meinen Zivildienst absolvierte ich im Rettungsdienst. Durch ein Praktikum auf der Intensivstation war mein Ziel klar. Ein Mix aus Technik, Medizin und Pflege schien meinem Berufswunsch genau zu entsprechen: Ich werde Intensiv- und Anästhesie-Pfleger. Beim Bewerbungsgespräch wurde ich dann gefragt, wie denn der Wechsel vom Automechaniker zum Krankenpfleger zustande gekommen ist. Mir ist spontan eingefallen, dass die beiden Berufe nicht soweit aus einander liegen, außer dass sich die Menschen mehr um ihr Auto kümmern, als um ihre Gesundheit. Dies hat sich auch nach 30 Jahren nicht geändert. In der Zeit in der Intensiv -und Anästhesiepflege habe ich viele schlimme Momente erlebt, aber sehr viel mehr schöne Momente. Da war das Team und vor allem die Möglichkeit zu helfen, zu retten und zu lindern.
Als ich 2005 aus der aktiven Pflege ausschied und als Qualitätsberater in die Altenpflege wechselte, war ich schockiert. Es war für mich unverständlich, wie mit Schmerzen bei alten Menschen umgegangen wird. Dies spornte mich an, auf diesem Sektor für eine Verbesserung zu sorgen, zum einen mit Schulungen beim Pflegepersonal, aber auch durch Kooperationen mit Schmerzmedizinern und eine besondere Erfassung von Schmerzen bei Demenz.
Eine der beiden Pflegeeinrichtungen, die ich leite, wurde 2019 mit der Urkunde „Professionelles Schmerzmanagement in der Altenhilfe“ als erstes norddeutsches Pflegeheim ausgezeichnet wurde.
Das Verständnis für Schmerzen in Senioreneinrichtungen wurde deutlich sensibilisiert. Trotzdem sind wir noch lange nicht da, wo man sein muss. Die Zertifizierung ist vielleicht vergleichbar mit einem Führerschein: Man darf fahren, aber man kann es noch nicht.
Vor einigen Jahren stellte mir mein Freund Nicolas Jakobs den Verein „UVSD Schmerzlos e. V.“ vor und gleichzeitig auch Heike Norda und Hartmut Wahl. Von beiden war ich sehr beeindruckt, mit welchem Engagement und Energie diese beiden als Betroffene den Verein mit Leben füllen. Das und die vielen Gruppen, die sich bundesweit gebildet haben, haben meinen Entschluss gefestigt, mich mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen auf pflegerischer Seite einzubringen. Durch meine momentane berufliche Einbindung sind die zeitlichen Ressourcen eher knapp, doch es kommt in nicht allzu ferner Zukunft die sogenannte „After Work“ Party, im Volksmund auch Ruhestand genannt. Und dann möchte ich mich gerne deutlich mehr in die Arbeit und dem Engagement bei SchmerzLOS einbringen.